Mittwoch, 20. Mai 2009

the end

zum aller letzten mal sind wir in ein flugzeug gestiegen...nach hause...

unsere flüge waren immer voller unruhen und daher nicht genießbar. aber wir haben es überlebt.

hong kong war auf jedenfall interessant und einzigartig, doch ich bezweifle stark, dass es uns noch mal da hin zieht. es ist laut, voll, stinkig und hat eine luftfeuchte wie im tropenhaus. es waren immer um die 35 grad plus luftfeuchte. man wurde von arabern und muslimen begafft uns dumm angemacht, weil man nicht verhüllt ist und wird die ganze zeit belästigt mit: new tele? copy watch?

es war doch sehr anstrengend aber wir haben auch hier und da kulturell wertvollere sachen gesehen und es bisschen mehr über die kultur gelernt...

somit ist unser abendteuer nun wirklich beendet...
































































unser hostel hinterhof

Samstag, 9. Mai 2009

home sweet home

Der Winter haelt nun bei uns Einzug, es wird kalt und es regnet uns hier viel zu viel. Somit ist nun auch für uns die zeit gekommen, abschied von unserer zweiten Heimat zu nehmen und Neuseeland zu verlassen. Rueckwirkend gesehen war es eine zeit mit faszinierenden, traurigen und vielen neuen Erfahrungen. Wahrscheinlich muessen wir in Deutschland auch erst mal unser Verhaeltnis zu Indern neu aufbauen oder einfach mal nach Indien reisen…

Was wir schon einstimmig entschieden haben, ist, dass wir vor allem die Landschaft und die art der Menschen hier sehr vermissen werden. Es ist etwas besonderes, unberuehrten Busch, wilde Delfine, Pinguine und andere seeungeheuer zu sehen und zu erleben, wie man von wildfremden Menschen zum duschen eingeladen wird und essen geschenkt bekommt, nur weil die Leute sehen, dass man in einem Auto lebt und daraus schlussfolgern, dass man arm ist.
Die Menschen haben hier eine Waerme und Guete im herzen, die man wirklich mal miterlebt haben muss.

Vor 3 Wochen haben wir uns von unserer Ersatzfamilie verabschiedet und noch 3 tolle tage mit ihnen verbracht, wo wir immer herzlich als weitere Kinder empfangen wurden sind.
Natuerlich gibt es auch hier Menschen, die nicht jeden gleich gut gesinnt sind, und so mussten auch wir miterleben, wie man versucht hat nachts in unser Auto einzubrechen oder man uebers Ohr gehauen wird, sei es bei Autokauf oder von geldgierigen Managern. Die wird’s wohl überall geben. Aber trotzdem haben wir uns die meiste zeit sicher gefuehlt, und das obwohl wir ueber acht Monate im Auto gelebt und auf oeffentlichen Plaetzen mal mehr mal weniger legal uebernachtet hatten.

Das Abenteuer Neuseeland ist auf jeden fall weiter zu empfehlen, auch wenn es nicht schlecht ist, sich vorher zu informieren, auf was für Knackpunkte man achten muss. Aber man kann sich auch so wie wir ins kalte Wasser stürzen um sich auch am Arsch der Welt von der Weltwirtschaftskrise einholen zu lassen.

Wir haben hier ziemlich viele deutsche backpacker getroffen und die letzte zahl die wir gehoert haben war, dass sich im Jahr um die 1.4 Millionen deutsche im land befinden, was ziemlich viel ist, für nur 4 Millionen Einwohner. doch es ist schoen, die Erfahrung Neuseeland mit jemanden zu teilen, der vergleichsweise nicht allzu weit entfernt wohnt und wir hoffen, dass wir manche von denen auch mal wieder sehen. Es macht mut, mit den Worten „und vergess mir nicht ein bild von eurem baby zu schicken“ verabschiedet wird (man kann auch noch in vier oder fuenf Jahren Fotos verschicken, vergesst das nicht).

Leider haben wir es in den letzten Monaten nicht geschafft arbeit zu finden, da auch hier alles berg ab geht und wir sind auch froh darueber, dass man erst den Kiwis und dann backpackern den job gibt, aber das hat unser leben nun mal nicht vereinfacht. Doch dank unserer beiden lieben Eltern hatten wir doch noch eine Chance zu ueberleben, so dass wir euch nun bald wieder auf den sack gehen koennen.

Auch unsere angst, dass wir uns nach 8 Monaten auf nur drei quadtratmetern nicht mehr riechen koennen, wurde schnell ueber Bord geworfen. So ein Auto kann schon ganz schoen viel bieten, wenn man wenigstens halbwegs der chaos Herr werden kann (auch wenn man das mit dem riechen auch anders sehen kann, denn bei den unregelmaessigen duschen konnten wir uns sehr wohl oefters mal nicht mehr riechen). Fuenf tage Bettruhe für Micha wurden einfach mit zwei tage lang mensch-aergere-dich nicht- matsch und drei tage lang lesen verbracht. Sogar der Micha hat sich nach ungefaehr sieben Monaten dazu breit schlagen lassen, mal ein buch anzufassen, und das ist ein wunder. Susi hat dagegen in den acht Monaten tausende Buecher verschlungen und kann dann zu hause ihre Buschstaben-suppe selber kacken.

Doch, wie schon erwaehnt, ist nun für uns die zeit gekommen. Nach fast neun Monaten toast freuen wir uns wie kleine Kinder auf eine gute Scheibe Volkornbrot mit kaese und guter wurst (nur Micha wird sich wohl nicht von seiner nutella abwenden koennen). Wir freuen uns, wieder in einem bett schlafen zu koennen, wo man auch ohne Schuhe mal fix ins bad huschen kann und nicht immer die ganze Schlafsackzeremonie vollbringen muss.

Jedoch muessen wir vorher noch unser auto los bekommen (was bis jetzt leider ziemlich scheisse laeuft) und unseren jahresurlaub haengen wir auch gleich noch mit ran und verbringen noch eine woche in Hong Kong, worauf wir schon ziemlich gespannt sind. Bis dahin, liebe freunde, lasst es euch gut gehen und bereitet euch schon mal nervlich darauf vor, dass wir wieder kommen werden.



















wie wir so sind, haben wir es nur geschafft, von terry und joe ein bild zu machen...

Mittwoch, 11. März 2009

Sahnehäubchen

den post hats wohl irgendwie verschleudert, desswegen gibt es den jetzt gratis dazu, ist allerdings schon ein paar wochen alt...




























wilder, alt hippy campingplatz mit mitternächtlicher show einlage







so in richtig fetter seeelephant















elisa und max



franz josef gletscher







franz josef gletscher



sicherheit geht hier über alles



pancake rocks



franz josef gletscher







fox gletscher







knall hart







queenstown

Impressionen der letzten Tage

nun haben wir es auch mal wieder geschafft, ein paar mehr bilder ins internet zu stellen, desswegen gibt es auch mal welche, die schon einen monat alt sind. wir sind nun fertig mit unserer reise um dir nordinsel und wieder in nelson angekommen. wir werden uns jetzt nach arbeit umschauen und die restliche zeit su gut wie möglich genießen. das wetter wird jetzt entgültig herbstlich und somit ist die höchstemperatur um die 20/25 grad. aber wenigstens ist es in nelson nicht so verregnet wie an der westküste. nachdem wir dort in der ersten nacht über 200 mücken im auto hatten, weil solche alten rostkisten auch nicht mehr komplett dicht sind, wollten wir das kapitel auch schell hinter uns bringen. wir haben uns aber trotzdem die zeit genommen, die 2 gletscher zu besuchen und nach dem wir auf dem ersten nur schnürsenkelregen hatten und total durchnässt waren, wurden wir am nächsten tag mit sonnenschein belohnt und konnten daher die zeit auf dem zweiten gletsche genießen und haben nach viel rumprobiere auch einen weg zum gletscher gefunden, da man die touristen ohne bezahlung nicht ganz ran lässt. nach dem wir also über einen wasserfall auf die andere seite kamen, standen wir hautnah am gletscher. so sind wir ein paar meter drauf gekrabbelt und haben die sicht genossen. eine atemberaubende erfahrung.

wir hoffen, dass es euch gut geht. wi sehen uns ja bald wieder.



ungefähr so windig war es auf der fähre



spaziergang im herr der ringe wald



baby robben schlafplatz



höhlenformation durch das meer







westcoast







freedom camping







touristenspass alá jakobsweg mit mount cook im hintergrund



unsere südbayrischen freunde







sonnenuntergang am mount cook



Clay Cliff - durch fallwinde entstandene spitze felsformationen



westcoast, wie immer im regen







Fox Gletscher



Franz Josef Gletscher - unser einziger sonniger tag an der westcoast







... und wir gehen trotzdem weiter







der aufstieg, ohne eisschuhe, ohne guide, aber dafür 2 leute mit flip flops



Panoramablick von der ersten anhöhe des gletschers

Sonntag, 1. März 2009

still alive

Wer hätte das gedacht, aber wir sind noch am leben, auch wenn susi fast von einem seelöwen gefressen wurden ist. Aber mal ganz von vorne…


Vor ein paar wochen kamen wir auf der suedinsel an und wurden auch gleich von sandfliegen aufgefressen, was bis jetzt immer noch so ist. Nach einer richtig schoenen zeit in nelson und umgebung, wo wir viele nette leute getroffen haben und auch jeden abend die gesellschaft von anderen backpackern geniessen konnten, haben wir uns auf die reise gemacht. Immer entlang der ostküste bis nach invercargill. Unterwegs sind wir seelöwenkolonien begenet, die sich gersde mit ihren jungen am strand gesonnt haben und haben in der dämmerung pinguine beobachtet. Leider ist das wetter nach eine woche südinsel umgeschlagen und wir hatten lange zeit nur regen.

Auch unser glück mit autos hat uns nicht verlassen, sa das wir eines morgens da standen und es einfach nicht mehr angehen wollte . nach mehreren sinnlosen anschiebungsversuchen wurden wir von einem camper rückwärts apgeschleppt und es hat tatsächlich funktioniert, so das wir weiter fahren konnten. Das mit dem weiter fahren hatte sich allerdings nach 150km wieder geklärt, da uns da bei 100 stundenkilomerten der reifen geplatz ist. Also ran an den straßenrend und reifenwechseln, wo bei uns nach ein paae nette neuseeländer geholfen haben.

Nach dem wir dies auch überstanden hatten fuehren wir weiter und andeten an einem campingplatz, wo wir eigentlich nur kurz rast machen wollte. Als dann aber panische touristen auf uns zu gekommen sind, dass dort ein seelöwe in der nähe ist, sind wir doch länger geblieben. Nach einem kleinen fotoshooting, wo wir uns auch mal ein bisschen näher ran getraut hatte, wurde es ihm aber zu viel und ging auf susi los. Die hatte es nicht so schnell gemerkt und wurde fast zum abendbrot des seelöwen erklärt. Ich mein, wieso wird der auch wütend? Ist doch selbst daran schuld, wenn er sich zum schlafen ausgerechnet einen campingplatz voller touisten aussucht…


Mittlerweile sind wir in queenstown angekommen und ich muss sagen, dass ich noch nie so eine touristenstadt gesehen habe. Alles voll mit chinesen und deutschen. Denn obwohl in deutschland ja angeblich alles scheiße ist und man ja so wie so nie geld hat, sind doch erstaunlich viele deutsche hier. Und nicht nur junge, sonder auch viele alte. Nach dem wir aber am zweiten morgen unsanft von ranger dave verjagt wurden sind, schlafen wir jetzt seit einer wocher 40 km ausserhalb der stadt mit noch 3 anderen. Ist wie so ein kleinen paradies.nur 5 meter vom see entfernt, wo übrigens besonders viele teile von herr der ringe gedreht wurden sind, geniessen wir jeden abend ein kleines feuer und die ruhe. Heute hat max (auch ein deutscher) einen steinofen gebaut und da versuchen wir gerde brot drin zu backen, mal schauen was das wird. Ist auf jedenfall traumhaft, und wir würden auch gerne länger bleiben, wenn uns nicht langsam das geld ausgehen würde…

Wir hatten auch in der ersten nacht am see besonders glück, wenn als ich frühs aufgewacht bin war es schon etwas laut und ich beschwerte mich bei micha, wer denn unbeingt auf unserem flur lärm machen muss. Nach längerem lauschen meinte ich zu micha : sag mal, kann es sein, dass vor unserem auto ein pferd steht? - nee, da lässt nur jemand sein boot zu wasser.

Ich sah die sache anders und haben unsere gardienen gelüftet und da standen tatsächlich midesten 25 pferde auf unserem hof. Um der sache auf den grund zu gehen sind wir aufgestanden und haben das tolle schauspiel beobachtet, wie man reiter und pferd durch ein kleines schiff über den riesen see schaukel. Haben rausgefunden, dass das 75 reiter + ca 80 pferde sind, die einmal im jahr einen riesen ausflug durch die natur machen und auf ihrem 8 tädiden trip auch mal bei uns vorbei schauen wollten. War ganz witzig, aber seit dem stinkt es hier ganz schön abartig, so wie es halt riechen muss, wenn 80 pferde 2stunden lang auf nen platz stehe, der nicht größer als ein tennisplatz ist. Aber es gibt schlimmere sachen. Nämlich wenn wir dazu auch noch anfangen zu stinken. Und so haben wir uns mit unserer plane eine ausendusche gebaut und da das seewasser so schön sauber ist habe wir einen waschtag eingelegt.

Bald geht es weiter, mal schauen ob zu fünft oder nur zu zweit, aber alleine sind wir nie, denn hier scheint es ja eh eine verschwörung der deutschen zu geben.

Da mir jetzt auch schon mindestens 10 sandfliegen in mein gesicht geflogen sind (wodurch wir auch aussehen wir blutjunge teenager, denn sandfliegen stiche sehen aus wie mega pickel und bleiben auch mindesten für 4 wochen), möchte ich die kurze stellungsnahme beenden und hoffe, dass es euch gut geht.



Sounds im Norden der Südinsel








unser Schlafplatz in Queenstown







unsere Pferdefreunde


Samstag, 31. Januar 2009

Wie viele Autos kannst du in 2 Wochen kaufen?

Die ist ein Newsletter. Eigentlich sollte es ein Blogeintrag werden, aber da er so lang geworden ist, liest ihn eh keiner in dem Bewusstsein, dass es ein Blogeintrag ist. Also ist es ein Newsletter, der nur auf dem Blog veröffentlicht wird, da wir keine Ahnung haben, wer den Blog liest und wem wir einen Newsletter schicken sollten. Klar?!


Montag, 26.01.2009

Hey ho allesamt im kalten Deutschland oder wo auch immer. Bei uns sind grad unangenehme über 30 Grad. Man hälts in der Sonne keine 10 min mehr aus und wenn man weiß wo, dann kann man auch ins Meer bei Badewannentemperatur springen. Jaja, der Hochsommer hat uns im Griff. Und die erhoffte Abkühlung auf der etwas kälteren Südinsel war eigentlich für den 27. Januar geplant, lässt nun allerdings doch noch auf sich warten. Denn leider ist im heißen Neuseeland nicht alles so sonnig wie das Wetter.
Die letzten 2 Wochen haben wir hier mit Susis Eltern verbracht, die zum urlauben hier runtergekommen sind. Das waren herrliche 2 Wochen Nordinsel mit gut 4000 km Autofahren, vielen Sehenswürdigkeiten, noch mehr Touristen und vielen Attraktionen, die wir uns ohne die finanzielle Aushaltung von Susis Eltern wahrscheinlich auch nie finanzieren könnten. Also, vielen Dank noch mal an euch, hoffe es hat euch gefallen.
Jaja, aber wie gesagt, alles ist hier nicht so sonnig. Ich will es mal kurz andeuten. Wer mehr lesen will, soll sich einfach die ausführliche Fassung hier runterlade. Hier die kurze…
Wie ihr wisst haben wir uns im August 08 dieses wundervolle Auto gekauft. Sein Name war Mitsubishi L300 Cyclone. Er war unsere erste gemeinsame Wohnung und seit langer Zeit ein treuer Reisegefährte (abgesehen von kleinen Problemchen, wie einem feststeckendem Gaspedal, abgefahrene Reifen wegen falschem Axenstand oder aufsetzenden Bullenfängern…). Aber er war wirklich toll und hat echt jeden Scheiß mitgemacht.
Ja, ihr habt richtig gehört: war. Denn leider wird unser lieber Freund demnächst beerdigt.
Alles fing an, dass wir in Wellington ein neues WOF (so was wie TÜV in Deutschland) machen wollten. Wir sind aus allen Wolken gefallen, als die Werkstatt uns gesagt hat, dass wir keins bekommen, weil unser Auto viel zu durchgerostet sei. Die komplette Struktur sei im Arsch und Reparatur nicht möglich. Laut Mechaniker eine fahrende Zeitbombe. Und das nicht erst seit gestern. Um genau zu sein, meinte er, wurde beim letzten WOF vor einem halben Jahr gepfuscht, weil das Auto damals schon nicht fahrtauglich war. Und auch die Werkstatt, bei der wir vorm Kauf für viel Geld eine Mechanische Inspektion haben machen lassen, ist nichts aufgefallen.
Die Werkstatt hat uns geraten, nicht klein bei zu geben. Wir sollten uns einen Anwalt nehmen, sie verklagen, zum Fernsehen gehen oder oder oder. Anwalt fällt weg, weil zu teuer und zu lange. Also sind wir zur Botschaft. Die konnte uns nicht richtig helfen. Danach mit unserer Organisation telefoniert (die sich bis jetzt überhaupt nicht um uns gekümmert hat). Die ham uns nen Termin mit dem Backpacker-Automarkt, wo wir das Auto gekauft ham, gemacht. Allerdings is die in Auckland. Wir also nach Auckland, ohne TÜV, in der Hoffnung, dass uns die Polizei nicht anhält.
In Auckland wurden wir dann von dem Automarkt weitergeschickt zu der Werkstatt, die die Inspection gemacht hatte. Die hatten dummerweise nen neuen Manager und der Mechaniker, der damals unsre Inspektion gemacht hat, is auch weg. Trotzdem ham wir ihm den Wisch, den seine Werkstatt gemacht hatte unter die Nase gehalten.
Nach langen Diskussionen und Telefonaten mit unsrer Organisation und ewigen Gerede haben sie letztlich ihre Schuld eingestanden. So haben wir nach 4 Stunden bei der Werkstatt ausgehandelt, dass wir wenigstens 1750 $ (ungefähr die Hälfte vom Kaufpreis) zurück kriegen. Wir aber mit dem Auto noch 4 Tage mit Susis Eltern rumfahren dürfen, bevor wir den Deal machen.
Scheiß Situation, aber besser als nichts, haben wir uns gedacht.
Ein Tag später ruft bei uns Tanja Spinka an. Sie ist Reporterin bei FairGo. FairGo ist eine Sendung auf ONE, einem der größten Fernsehsender in Neuseeland. (ja richtig, hätte keiner gedacht, aber ich hab dem Sender in unsrer Verzweiflung einfach mal unsre Story per Mail geschickt). Sie meint, sie wollen ne Story aus der Sache machen. Also treffen wir uns am Donnerstag mit der Frau im Hauptgebäude von TVNZ gleich neben dem Skytower in Auckland und erzählen unsre Story. Sie versichert uns, dass die Sendung gigantische Macht hat in Neuseeland und sie einfach mit nem kompletten Fernsehteam mit zu dem Übergabetermin zur Werkstatt kommt und den Manager vor laufender Kamera fragt, ob er denkt, dass es wirklich fair ist, was er macht.
Sie garantiert uns, dass wir mind. Die 1750 $ bekommen, aber gute Chancen auf das ganze Geld haben.
Nach weiteren Recherchen hat Tanja noch rausgefunden, dass unser altes WOF in nem Autoteilehandel mit Werkstatt gemacht wurde und unser Kilometerstand auch schon mal 135000 km mehr drauf hatte als er jetzt hat.

Heikel heikel also. Soweit die Kurzfassung. Morgen werden wir uns also mit ihr zum Interview und n paar Dreharbeiten treffen. Außerdem gehen wir zusammen zu nem Spezialisten für WOF-geschichten, der sich alles noch mal anschaut. Und übermorgen geht’s dann zur Autoübergabe. Den Mittwoch drauf wird das Ganze dann ausgestrahlt.

Ihr seht, es bleibt spannend bei uns. Problem is bloß, dass ganz schlecht ein neues Auto finden, weil halt grad nicht die Zeit zum günstig Auto kaufen ist. Alles halt sehr teuer und viele bescheuerte Anbieter. (z.B. haben wir auch schon Autos von nem Inder angeschaut, die wahrscheinlich von dem Autoteilehandel verkauft werden, mit dem wir ja schon Bekanntschaft gemacht haben…) Mal schaun, welche Steine hier noch so ins Rollen kommen…


Samstag, 31.01.2009

Ok, mehrere Tage sind nun schon wieder vergangen. Sorry, dass hier jetzt soviel in einem Eintrag zusammen kommt, aber wir hams nicht geschafft, das Geschriebene die Woche über zu veröffentlichen. Das wollen wir nun nachholen.
Leider haben wir am Dienstag früh – etwa eine Stunde bevor wir zu dem Fernsehtermin aufbrechen wollten – einen Anruf von Tanja bekommen. Sie meinte, dass ihr ganz großer Boss erst am morgen wieder von seinem Urlaub zurückgekehrt ist und der meinte, dass die ganze Geschichte nun doch zu heikel wär. Das heißt: fürs Fernsehn eine Story weniger, für uns alle Hoffnung dahin.
Also sind wir am Mittwoch früh in ein Hostel eingecheckt, haben unser ganzes Hab und Gut in 4 Gängen in den Aubewahrungsraum gebracht und uns allein auf den Weg zu AutoWorx gemacht. Dort ist zum Glück alles reibungslos abgelaufen. Wir haben unser Geld bekommen (wenn auch nur die Hälfte vom Kaufpreis), er unser Auto (schnief). Leider mussten wir ein „End of settlement“- Formular ausfüllen, was so viel heißt, wie das wir alle Ansprüche auf Widerrufung oder irgendwas anderes zu dem Fall verzichten müssen.

Abends sind wir dann (um es kurz zu machen) mit dem Zug zu nem Typen ins 25 km entfernte Papakura gefahrn um dort ein Auto zu kaufen. Komischerweise meinte er, wo wir in dem beschissenen Viertel angekommen waren, dass wir das Auto, was wir am Vortag angeguckt hatten, nicht kaufen können. Er habe aber noch ein anderes Auto, dass in nem super Zustand wäre und er es für uns extra billig macht. Langes hin oder her hätte uns zu viel Hostelkosten eingebracht, also haben wir das Auto (das wirklich gut aussah und sich bestens fahren lies) kurzer Hand gekauft. Eigentlich wollten wir nie ein Auto kaufen ohne vorher eine mechanische Inspektion vorher machen zu lassen. Aber da wir echt so im Arsch waren von der letzten Zeit und uns Zeit und Geld davon rennen, haben wirs auch so genommen. Allerdings haben wir mit ihm ne Rückgabegarantie im Falle das was kaputt ist, ausgehandelt.
Das Auto haben wir unausgebaut zum Schnäppchenpreis von 1800$ bekommen. Seltsam war der Typ trotzdem.
Donnerstag alles Zeug wieder aus dem Hostelzimmer ins neue Auto und ab Richtung Napier zu Terry und Ange, die zu unserem einzigsten Zufluchtsort in NZ herangewachsen sind. Dort wollten wir dann das Auto ausbauen.
Dummerweise haben wirs nur ungefähr 250 km bis Rotorua geschafft. Dort is dann nach etwa 4 Stunden Fahrt die Kühlwasseranzeige in die Höhe gestiegen. Wir also in die Werkstatt. Der Mechaniker hat nur ironisch gelacht, als er unsre Story gehört hat. Denn unser Kühler ist im Arsch, durchgerostet und verliert ungefähr viel zu viel Wasser auf 100 km. Neuer Kühler so wertvoll wie das ganze Auto, 4 Monate mit nem überhitztem Motor rumfahren unmöglich, also Verkäufer anrufen und Auto zurückbringen. Der Typ ging allerdings den ganzen Tag nicht an sein Telefon.
Wir also auf auf zurück nach Auckland. Bei dem Typen aufgekreuzt, er uns nun im Gegentausch das Auto angeboten, das wir ursprünglich wollten. Wir damit zur Werkstatt, das Auto checken lassen. Resultat: Auto braucht Reperaturen im Wert von 700$ und selbst dann weiß man nicht genau, wie langs es noch macht. Wir zurück zu dem Typen, gesagt wir bringen mit dem alten Auto unser Zeug ins Hostel und kommen dann wieder und wollen unser Geld zurück.
Gesagt getan: 1 Stunde zurück durch die RushHour in die Innenstadt, alles wieder ins Hostelzimmer geschleppt, ich wieder 1,5 Stunden zurück nach Papakura. Dort wollte ich von ihm die 1800 $ wieder haben, er aggressiv und meinte, er hätte schon genug Ärger mit uns gehabt, mir 1700 $ gegeben und mich von Grundstück gejagt. Ich sauer, aber schnell gegangen, da unsere Vermutung, dass er komisch ist sich nur darin bestätigt hat, dass er einen Detektor am Fuß trägt, der ihn gerichtlich nur erlaubt, sich in seinem Haus aufzuhalten.
Kurz gesagt: Es war ein schöner, mega anstrengender 2 Tagesausflug nach Rotorua, der uns extrem viele Nerven und Hoffnung gekostet hat (und 100 mal billiger gewesen wäre, hätten wir uns ein Mietauto genommen und im Hostel geschlaffen).

Nun sind wir übers Wochenende wieder im Hostel und hoffen, dass wir bis Montag ein neues Auto bekommen. Wenn nicht, ist mittlerweile alles offen. Denn unsere Lust auf dieses Land ist seit der Autoaktion irgendwie etwas in den Keller gerutscht. Also mal schaun, was sich ergibt. Vielleicht schaun wir uns auch noch nen Monat Australien oder China an, oder wir kommen eher nach Hause, oder wir mieten uns hier ein Auto, oder wir fliegen bis Mai kurz zum Mond (schließlich sind hier die Kosten für nen Mondflug nich so gewaltig, da man aufgrund des Ozonlochs hier unten weniger Spritkosten hat…)


Sonntag, 01.02.2009

Mittlerweile ist nun schon Sonntag Abend und es hat sich wieder so einiges getan.
Gestern haben wir uns abends ein Auto von nr deutschen Backpackerin angeschaut, die sich in Neuseeland spontan etwas mehr bepacken lies und nun hier bleibt… (um den Witz aufzuklären: Sie hat sich von nem Neuseeländer schwängern lassen). Also verkauft sie ihren 1984er Mitsubishi L300 zum Schnäppchenpreis von 1200 $. Allerdings ist das Auto auch eine der größten Schrottmühlen, die wir hier je gesehn haben. Aber es fährt. Deshalb haben wir beschlossen, es wahrscheinlich zu nehmen, sollten wir auf dem Sonntagsmarkt in Ellerslie nicht ein besseres Auto finden.
Dem war auch so. Wir haben in Ellerslie ein besseres Auto gefunden. Als „besser“ könnte man nun viele Synonyme einsetzen. Sagen wir nur so viel: Unser neuer Van ist vielleicht eine noch viel größere Schrottkiste als das andere. Ursprünglich sollte es 2000 $ kosten. Aber nach dem wir mit den schottischen Verkäufern geredet hatten, waren die auf 1700$ runtergegangen. Ein völlig überteuerter mechanischer Check hat dann ergeben, dass wir ungefähr 500 $ Reparaturen in das Auto stecken müssen, damit wir damit überhaupt die nächsten 1000 km schaffen. Der Rost geht allerdings nicht weg, was bedeutet wir kriegen keinen am 1.5.09 fälligen TÜV. D.h. was macht der schlaue Deutsche (der obendrein erschöpft ist zu suchen, die Schnauze von Autos gestrichen voll hat und kurz davor ist, einfach aus dem Land abzuhaun)? Richtig, er kauft das Auto für 800 $ und freut sich seines Lebens, in der Hoffnung, dass Ende April irgendein dummer Inder das Auto wieder abkauft.

Wenn alles gut geht, gibt’s morgen ein paar Stunden in der Werkstatt und dann endlich ab auf die Südinsel. So schnell wies geht weg aus Auckland (was schwierig werden könnte, denn man hat uns gewarnt, dass das Auto bei mehr als 80 kmh eventuell in der Kurve kippen könnte. Also doch etwas langsamer Richtung Südinsel…)


Auto # 1

Auto # 2
Auto # 3

Impressionen des elterlichen Ausfluges















auch ein blindes korn findet mal ein huhn...





so sieht das aus, wenn man den forgotten worl highway lang faehrt und hinter der naechsten kurve nix spannendes erwartet




waitomo caves-forgotten world tour